Felines Coronavirus (Auch FIP – Feline Infektiöse Peritonitis) oder auch die „Ansteckende Bauchfellentzündung“ ist eine Virale Infektion die grade für junge Katzen die häufigste Todesursache durch eine Krankheit.

Es ist eine systemisch verlaufende und stets tödlich endende Erkrankung (Selbitz 2006b). Am häufigsten erkranken junge Katzen im Alter zwischen sechs Monaten und zwei Jahren oder ältere Tiere ab 14 Jahren. Doch warum „Felines Coronavirus“?

Feline ist latein für Katze. Die Ansteckende Bauchfellentzündung wird durch ein Coronavirus (FCoV) hervorgerufen. Genauer, FIP ist eine Mutation des FCo-Virus, hervorgerufen durch einen Reiz wie Stress.

Genau dies ist unserem kleinen Tiger (11-12 Monate alt) passiert. Das unten genannte Stadium konnte ich nur bedingt beobachten. Kurz vorher mussten wir Tiger einer Wurmkur unterziehen.

Kommt es durch Mutationen zur Entstehung eines virulenten FIP-Virus, wird es mit dem Blut in alle inneren Organe transportiert. Die FIP äußert sich dann in einem ersten Stadium oft in Form von Fieber, Appetitmangel, Müdigkeit und leichten Atembeschwerden.

Atembeschwerden konnten wir vorerst nicht beobachten. Die Müdigkeit habe ich erst zum 2. Stadium wirklich bemerkt.

Nach Abklingen der Symptome kann es unterschiedliche Zeit später zum zweiten Stadium der Erkrankung kommen. Hierbei wird zwischen einer feuchten (exsudativen ) und einer trockenen Form der FIP unterschieden (Lutz 2006). Für die exsudative Form der FIP ist eine Bauchwassersucht typisch, die mit einer fortschreitenden Abmagerung und einem gleichzeitig dicken, flüssigkeitsgefüllten Bauch einhergeht.

Als ich aus dem Urlaub kam, lag der Kater auf der Treppenstufe vor meinem Zimmer. Er sah „fett“ aus. Ich hab mich zu ihm gesetzt und ihn einen Moment gekrault. Doch er sah nicht nur Fett sondern Krank aus. Mein Mitbewohner hat mich kurz danach aufgeklärt, dass Tiger bald sterben muss. Leider konnte ich keine Bilder machen, auf welchen man den dicken Bauch erkennt. Dieser kam durch die Flüssigkeit im Bauch zustande.

Es gibt zwar bereits seit 1995 einen Impfstoff gegen FIP, dieser wird aber stark angezweifelt. Vorallem wenn die Katze bereits unter FCoV leidet. Mit Hilfe des „FIP-Tests“, bei dem der Katze eine kleine Menge Blut abgenommen wird, kann vor der Impfung untersucht werden, ob die Katze schon einmal Kontakt zu Coronaviren hatte. Für jene Impfung war es also schon zu spät.

Somit kann man sagen, FIP ist früher oder später das Todesurteil der geliebten Fellnase.

Auf seine letzten Tage hat Tiger viel Zeit bei mir verbracht. Meistens lag er bei mir aufm Sofa und hat geschlafen oder mit mir/meiner Mitbewohnerin gekuschelt. Sein Bruder Oscar ist manchmal zum Kuscheln dazu gekommen.

Am 10.07.2020 haben wir uns entschieden den kleinen Tiger einschläfern zu lassen. Es war die einzige richtige Entscheindung. Besser friedlich, als wenn das Tier leidet.
Als Tiger gegangen ist, hat die Sonne sich durch den Regen gekämpft! Meine Mitbewohner haben ihm eine schöne Grabstätte gefertigt. Ich konnte bei seiner letzten Reise leider nicht dabei sein.

Ruhe in Frieden, Kleiner Tiger!

tl;dr

Die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) ist eine virale und stets tödlich verlaufende Infektionskrankheit. Die verantwortlichen Viren entstehen durch eine Mutation von harmlosen und in der Katzenpopulation weit verbreiteten Viren. Die genauen Gründe für die Mutation sind bislang nicht vollständig geklärt, jedoch gilt Stress als einer der Hauptfaktoren. Es wird empfohlen, nur Tiere zu impfen, die noch keinen Kontakt zu FCoV hatten, da die Wirksamkeit anderenfalls eingeschränkt ist.

Alle Infos zur Krankheit kommen von: www.msd-tiergesundheit.de

Felines Coronavirus – Was nun?

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